Kropemann ein Wassergeist der Attert und Symbol der Ortschaft Redingen
Der 'Kropemann' ist eine in zahlreichen Ländern Europas mit unterschiedlichen Namen bekannte Sagengestalt, die in der Glaubenswelt der vergangenen Jahrhunderte einen wichtigen Platz einnahm, und deren Wurzeln bis tief ins Altertum zurückreichen.
Im Moselraum jenseits der Grenze bezeichnet man ihn als 'Krappenmann', in anderen Gegenden Deutschlands als 'Hakenmann', im Elsass als 'Hokemann', im belgischen Grenzraum heisst er 'Pépé-Crochet', in Lothringen 'Henri-Crochet', in Flandern 'Manneken-Haak'.
'Kropemann' ist die speziefisch luxemburgische Bezeichnung für den bösen Wassermann, der als Widersacher der Menschen überall im Wasserbereich anzutreffen ist: in Brunnen, Quellen, Tümpeln, Weihern und Flußläufen. Beständig liegt er hier auf der Lauer, um Vorbeigehenden mit seinem typischen Fanggerät, der Hakenstange (dem 'Krop'), zu erhaschen. Gelingt es ihm, so entführt er seine Opfer - vor allem Kinder - in die Tiefen des Wassers, um sie hier festzuhalten, damit sie ihm mühselige Dienste verrichten. Manchmal entpuppt sich dieser Menschenfänger gar als totbringender Dämon, der seine unglücklichen Gefangenen gnadenlos verschlingt.
Dieser gefürchtete Wasserspuk hat aber auch seine guten Seiten, und hierzu zählt die ökologische Schutzfunktion, die er an den Ufern der Attert dadurch erfüllt, dass er Umweltfrevler vor Missetaten abzuschrecken versucht.